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Glossar · Steuern

ELSTER – einfach erklärt

Definition

ELSTER ist das offizielle Online-Portal der deutschen Finanzverwaltung zur elektronischen Übermittlung von Steuerdaten ans Finanzamt.

Auch: Elektronische Steuererklärung

Über ELSTER übermitteln Unternehmen und Selbstständige unter anderem die Umsatzsteuer-Voranmeldung, die Steuererklärungen und die Anlage EÜR – kostenlos und papierlos. Für die Nutzung ist ein Benutzerkonto mit elektronischem Zertifikat erforderlich.

Viele Buchhaltungsprogramme bereiten die Daten so auf, dass sie den ELSTER-Vorgaben entsprechen, etwa nach den offiziellen Zeilen der Anlage EÜR oder des USt-Voranmeldungs-Formulars.

Die Anmeldung läuft in der Regel über ein Zertifikat, das du einmalig beantragst und als Datei speicherst. Geht diese Datei verloren, musst du den Zugang neu beantragen – ein Backup an einem sicheren Ort erspart dir das mitten in einer laufenden Frist.

Nach jeder Übermittlung stellt ELSTER eine elektronische Übermittlungsbestätigung bereit. Sie ist dein Nachweis, dass die Meldung fristgerecht beim Finanzamt eingegangen ist, und gehört zu den Unterlagen, die du zusammen mit deiner Buchhaltung aufbewahrst.

ELSTER überträgt Daten, führt aber keine Buchhaltung. Das Portal prüft, ob ein Formular formal plausibel ausgefüllt ist – ob die Zahlen inhaltlich zu deinen Belegen passen, prüft niemand außer dir. Die eigentliche Arbeit liegt also davor: Sind alle Einnahmen erfasst, alle Belege zugeordnet, alle Steuersätze richtig gesetzt?

Übernimmt eine Steuerberatung die Übermittlung, brauchst du für diese Meldungen selbst keinen Zugang – die Kanzlei reicht sie mit einer hinterlegten Vollmacht ein. Ein eigener Zugang bleibt trotzdem praktisch, weil du dort Bescheide, dein Steuerkonto und den Stand abgegebener Meldungen einsehen kannst. Wichtig ist dann eine klare Absprache, wer welche Meldung abgibt: Doppelt übermittelte Voranmeldungen führen zu Rückfragen.

Für die Umsatzsteuer-Voranmeldung gilt in der Regel der 10. des Folgemonats als Frist; mit einer beantragten Dauerfristverlängerung verschiebt sie sich um einen Monat. Die Übermittlung selbst dauert nur Minuten – die eigentliche Arbeit steckt in der sauberen Buchhaltung davor.

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